Mennoniten

Mennoniten entstammen der Täuferbewegung während der Reformationszeit und sind damit die älteste protestantische Freikirche. Geographisch gesehen liegen die Ursprünge in der Schweiz und in Süddeutschland sowie in Norddeutschland und den Niederlanden.

Als Martin Luther im Jahr 1517 fünfundneunzig Diskussionsthesen gegen kirchliche Missstände an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, verbreitete sich das Feuer der Reformation in ganz Mitteleuropa.

Die Täufer waren ein Kreis konsequenter Bibelleser, zum Beispiel ehemalige Schüler des Stadtreformators Zwingli in Zürich. Von ihm trennten sie sich, nachdem dieser auf einen gemäßigten Kurs eingeschwenkt war und zur Durchsetzung der kirchlichen Reformation die Macht des Stadtrates, also der staatlichen Gewalt, für erforderlich hielt. Demgegenüber kamen die Täufer durch die Bibel und das gemeinsame Gespräch über das Gelesene zu einem neuen Verständnis von Kirche und Christsein. Dabei orientierten sie sich an dem Wesen der frühen Kirche, bevor das Christentum mit der sogenannten konstantinischen Wende (380 n. Chr.) zur Staatsreligion wurde.

Der Name Mennoniten entstand in Norddeutschland aufgrund der Verfolgung als Schutzbezeichung nach dem täuferischen Reformator Menno Simons.

Für mehr Informationen zur Geschichte der Mennoniten siehe auch die Internetseite der Arbeitsgemeinschaft deutscher Mennoniten (AMG) unter www.mennoniten.de